Spam

Als Spam oder Junk werden massenhaft versandte, vom Empfänger unerwünschte elektronische Nachrichten bezeichnet. Hier ist es egal, ob es sich um Emails oder Postings in einem Forum handelt. Zur Hauptsache wird diese Bezeichnung heute für unerwünschte Massenmails oder Forenpostings verwendet.

 

Spam-Arten

Die größte Verbreitung erlangte Spam in der E-Mail-Kommunikation. Den Hauptteil der Spam-E-Mails machen unerwünschte Werbemails aus, die vornehmlich Pornografie, Medikamente, IT, Finanzen, Glücksspiel und Bildungsangebote anpreisen.

Verschiedene Arten von Spam-Mails:

 

  • Scam-Mails
    Sehr gefährlich sind Scam-Mails. Darin versprechen Kriminelle das schnelle Geld. Meist handelt es sich um Vorschussbetrug, seltener um ein Schneeballsystem.

 

  • Phishing-Mails
    Phishing-Mails gaukeln dem Adressaten vor, sie kämen von seiner Bank oder einer anderen vertrauenswürdigen Institution. Der Empfänger wird aufgefordert, persönliche Daten wie das Login seines Online-Bankings preiszugeben.

 

  • Hoaxes
    Hoaxes sind Mails, die eine Falschmeldung enthalten. Ihre Verbreitung erfolgt durch gutgläubige Empfänger, die sie im Bekanntenkreis weiterleiten.

Weiterer Spam:

  • Usenet-Spam, das massenweise Posten unerwünschter, meist werblicher Nachrichten in mehreren Newsgroups ging den Junk-Mails zeitlich voraus. Das Usenet hat seine Blütezeit zwar hinter sich. Mit der Übernahme des Usenet-Archivs durch Google stieg seine Attraktivität für Spammer jedoch wieder. Die bessere Durchsuchbarkeit der Newsgroups steigerte den Page-Rank für die in den Spam-Postings gelinkten Webseiten.

 

  • Modernere Varianten sind Forum- und Blog-Spam (Kommentar-Spam). Auch durch Platzierung von Links in fremden Foren oder Blogs will der Spammer den Page-Rank seiner Webseite verbessern.

 

  • SPIT (Spam over Internet Telephony) betrifft VoIP. Spammer bauen massenhaft automatisierte Telefonverbindungen auf, um eine Audiodatei mit Werbung abzuspielen, sobald ein Teilnehmer abnimmt.

 

  • Unerwünschte SMS und Anrufe auf Mobiltelefonen werden als SPOM (Spam over Mobile Phone) bezeichnet.

 

  • Auch Instant Messenger bleibt von Spammern nicht verschont (SPIM, Spam over Instant Messaging).

 

Begriff und Geschichte

Der Begriff Spam stammt vom gleichnamigen Dosenfleisch eines amerikanischen Herstellers und bedeutet „Spiced Ham“ (gewürzter Schinken). In einem knapp dreiminütigen Sketch der britischen Komikergruppe Monty Python kommt das Wort „Spam“ 132 Mal vor. Dies inspirierte die Mailbox-Szene in den achtziger Jahren, unzählig repetierte Botschaften, die dazu dienten, Nachrichten anderer User vom Bildschirm zu verdrängen, als Spam zu bezeichnen. Später wurde dieser Ausdruck im Usenet für massenhaft in verschiedenen Newsgroups wiederholte Postings benutzt, die oft keinen Bezug zum Thema hatten. Immer häufiger ging es dabei um Werbung.

Die erste unverlangte Werbemail versandte 1978 ein Marketing-Manager von DEC an 600 Empfänger im damaligen Arpanet.

1993 startete ein amerikanisches Anwaltsehepaar die erste professionelle Spam-Kampagne im Usenet. Die beiden warben für ihre Dienste im Zusammenhang mit der Verlosung von Greencards.

Bekämpfung

Rund 90 Prozent aller versandten E-Mails sind Spam. Diese verursachen eine gewaltige Netz- und Serverlast und beschränken die Arbeitsproduktivität. 2004 bezifferte eine Studie den Schaden durch Junk-Mails allein in den USA auf 22 Milliarden Dollar jährlich.
An Mail-Adressen gelangen Spammer durch Malware, die Adressbücher auf infizierten Computern auswertet, durch Programme, die das Internet automatisch nach Adressen durchsuchen sowie durch Adresshandel. Ein sparsamer Umgang mit der eigenen Adresse bietet daher einen gewissen Schutz vor Junk-Mails. Dazu gehört, die Mail-Adresse in Foren oder auf Webseiten nicht oder nur in verschleierter Form zu veröffentlichen.
Bis weit in die neunziger Jahre waren viele Mail-Relay-Server so konfiguriert, dass jeder über sie E-Mails versenden konnte. Dies machten sich Spammer zunutze. Heute leiten die meisten SMTP-Server E-Mails nur noch nach erfolgreicher Authentifizierung des Senders weiter. Die zunehmende Schließung offener Mail-Relays führte zu einem sprunghaften Anstieg von Würmern und Trojanern, die von ihnen kontrollierte PCs zum Spam-Versand missbrauchen.
Zur Bekämpfung der Junk-Mail-Flut werden sowohl netzseitig als auch auf dem Rechner des Anwenders Spam-Filter eingesetzt. Diese beruhen hauptsächlich auf statistischer Analyse des Mail-Inhalts und auf Schwarzen Listen mit IP-Adressen bekannter Spam-Server.

< Zurück zur Übersicht

Hochwertige Backlinks für den Erfolg Deiner Webseite