Das Phantom Update weißt in eine klare Richtung

Googles Phantom Update – Wir lüften die „Geheimnisse“

Als das Wort „Phantom Update“, in Bezug auf den Algorithmus der Google Suchmaschine in Umlauf kam, waren viele SEOs schockiert, begeistert und gespannt auf die kommenden Trends und Auswirkungen der Webmaster-Tools. Und so spannend und geheimnisvoll das neueste Update klingt, es handelt sich auch hier bei „lediglich“ um das plötzliche Ausreißen von Websiten nach Oben und Unten – ohne Vorwarnung stehen die, durch die Änderungen die so ein Google Update wie das Phantom Update bringt, Webseitenbetreiber vor einem großen Rätsel.

Nur langsam kam die Erkenntnis der Auswirkungen

Niemand ist auf ein solches Update vorbereitet. Auch wenn Google sich in schweigen hüllte, betreffend eines Updates seines Algorithmus, war vielen doch bewusst, dass Google eine Änderung vorgenommen hatte. Letztlich teile Google der Website „Searchengineland.com“ mit, dass es tatsächlich ein Update gab, welches die qualitativen Richtlinien der Google Bewertung verändert habe. Doch was heißt das ganze für uns? Die, die durch das Update Plätze im Ranking verloren haben und in Zukunft wieder dort landen wollen. Durch die gelisteten Gewinner und Verlierer des Google Updates konnten SEO-Experten herauskristallisieren, wie das Update funktioniert und welche Werte neu an Gewichtung gewonnen, beziehungsweise verloren haben. Zumindest konnten die Experten es Anhand von Daten und Fakten  nach und nach belegen. Das Mittel zum Erfolg war hier: Testen, Begutachten, Experimentieren und das Niederschreiben von Veränderungen.

Gewinner und Verlierer des Phantom Updates

Eine ganze Reihe namenhafter Webseiten, darunter zum Beispiel Linkedin, Wikihow und Hubpages, haben einen merklichen Fall durch das Phantom Update erlebt. Das lässt den Schluss zu, dass explizit Seiten, die zum Beispiel Tutorials anboten (Wikihow) Ziel dieses Updates waren. Auch wurde durch spezielle Analysen klar, dass Content, welcher doppelt vorliegt (duplicated content), noch härter bestraft wird und wurde als zuvor. Das betrifft Seiten wie Wikihow und Hubpages besonders, da diese nicht immer den Inhalt den ihre User in den Foren und Blogs posten überprüfen können und es somit zu duplizierten Texten kommen kann. Denn auch liest sich nicht jeder einzelner User alle schon gestellten Tutorials/Reviews etc. durch oder sucht gar nach einem, welches sein eigenes Thema behandelt.

Andersrum haben Seiten, welche einzigartige Informationen anbieten, einen wahren Schub durch das Phantom Update erhalten. Hier wurde klar, dass es nicht nur darum ging, was für eine Seite es ist, sondern das die Qualität der Seite und deren Inhalt viel höher gewertet wurde. Sicher sein kann man sich aber nie, es gibt ständig strittige Thesen, Themen und verschiedene Vergleichswerte, wenn ein neues Google Update heraus kommt. Es braucht seine Zeit, um wirklich klar herauszustellen, welche Neuerungen ein Update tatsächlich beinhaltet und was nur wilde Spekulation ist.

Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid…

Auch wenn noch nicht alle Veränderungen und Prioritäten des Updates klar sind, haben frühe Analysen gezeigt, dass folgende Kriterien ein„No-Go“ sind:

  • mit Werbung voll-gemüllte Seite (Pop-Ups und lästige automatisch startende Videos),
  • nicht-einladendes Webdesing sowie eine
  • Überladung an Kommentaren von Usern ein komplettes .

Und wie so häufig, schlägt es sich auch in den Statistiken zu Grunde, wenn die Seite keinen Inhalt bietet. Für Google ist es ganz einfach zu identifizieren, wann es sich um schlechten Inhalt handelt. Hierzu gibt es zwei Indikatoren.

  1. Der Inhalt lässt sich schwer lesen
  2. Der Inhalt spiegelt nicht das eigentliche Thema der Überschrift wieder

Eine Form von schlechtem Inhalt ist, wenn es wirklich wenig Informationen zum eigentlichen Thema gibt, und der Inhalt  nur aus Suchmaschienenfreundlichen Keywords besteht. Hier erkennt Google, dass es sich um nichts als heiße Luft handelt und somit für die Leser uninteressant wird. Für alle Tutorial Webseiten und Homepages mit dünnem Content (thin content), die nur den Anschein haben echten Content zu bieten sind das schlechte Neuigkeiten.

 

Erst durch Veränderung wird klar, wohin es geht

Was wirklich positiv am neuen Google Update ist, dass Google seiner eigenen Philosophie treu bleibt. Hohes Ranking soll dadurch erzielt werden, ein gut-designte, vernünftig durchdachte Homepage zu schaffen, welche Userfreundlich sowie sicher ist und am besten noch gefüllt mit qualitativ hochwertigem, einzigartigem Content ist. Die neue Devise könnte also lauten:  Guter Content – Jetzt erst recht

Anders, und gleichzeitig ungewöhnlich bei dem neuesten Update war, dass Webseiten mit schlechtem Content gezielt bestraft wurden jedoch Webseiten mit wirklich gutem Content eine Belohnen im Sinne eines höheren Rankings bekamen. Auch große Firmenwebseiten sind im Gegensatz zu kleineren Seiten, welche ähnlichem aber besseren Content hatten, abgerutscht – waren also nicht ausgenommen. Zusammengefasst kann man also sagen, dass durch die detailliertere Trennung von gutem und schlechtem Content die Ziele die hinter Googles Algorithmus stehen, das Internet benutzerfreundliche zu machen, sich nichts verändert hat.

Immer ein Stück weiter

Das verrückte Gerangel um Antworten nach dem wie, was, warum und weshalb, jedes Mal wenn ein Google Update auftaucht, täuscht über die Annahme oder sogar Hoffnung hinweg, das dies nur Überbleibsel aus Zeiten der „Black Hat“-Techniken sind. Dies wiederum deckt die heimliche Vermutung in uns auf, nur auf den nächsten Glitch oder Trick zu warten, wie wir mit einfachen kniffen, wieder an die Spitze in den Rankings kommen. Doch wie man allmählich sieht, hat das Phantom Update nicht das Internet auf links gekrempelt. Es hat es nur ein Stück näher an den Soll-Zustand gebracht, welchen das Panda Update eingeleitet hat.

 

 

Bildquelle: Jay Ondreicka/Bigstock.com

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